Sofia Gioldasi

Artistic leader-Founder Voci Contra Tempo / Music Educator / Musicologist

Sofia Gioldasi ist Chorleiterin, Musikwissenschaftlerin und Musikpädagogin und lebt in Thessaloniki, Griechenland. Sie ist Gründerin, Dirigentin und künstlerische Leiterin des Frauenvokalensembles „Voci Contra Tempo“. Zudem ist sie Dirigentin der Jugend- und Kinderchöre der „Friends of Music Society“ in Thessaloniki. Sie arbeitet regelmäßig mit dem renommierten griechischen Rundfunkchor an verschiedenen Projekten zusammen und tritt an allen bedeutenden Veranstaltungsorten Griechenlands auf, darunter im Odeon des Herodes Atticus.

Seit seiner Gründung im Jahr 2017 hat „Voci Contra Tempo“ die griechische und internationale Chormusikszene maßgeblich geprägt. Im Jahr 2021 wurde das Ensemble eingeladen, beim renommierten Internationalen Chorfestival „Guido d’Arezzo“ in Italien (69. Ausgabe) aufzutreten. Im Jahr 2024 trat es bei der Eröffnungsfeier des Internationalen Chorfestivals von Istanbul in der Türkei auf. Häufig arbeitete der Chor mit dem Internationalen Chorfestival von Preveza als Laborchor für Dirigier-Meisterkurse unter der Leitung von Ambrož Čopi, Gary Graden, Vytautas Miškinis, Javier Busto und anderen zusammen. Im Jahr 2022 erhielt VCT vom griechischen Kulturministerium Fördermittel für die Umsetzung von „Project Patrida“, einem multidimensionalen Bildungs- und Kunstprojekt zur Förderung der Entstehung neuer griechischer Chormusik. Acht neue Chorwerke wurden eigens für den VCT komponiert und im Rahmen des von Choralspace organisierten „Homelands Festival“ im Kammermusiksaal der Berliner Philharmoniker (2023) uraufgeführt. 

Sofia wird regelmäßig eingeladen, Chorworkshops in Griechenland, Zypern, Italien, der Türkei, Serbien, im Kosovo, in Israel, Österreich, Deutschland und den Niederlanden zu leiten. Sie ist eine gefragte Jurorin, Dozentin und Leiterin von Meisterkursen und arbeitet mit der ECA, der IFCM, Feniarco, der Accademia Corale Italiana, Choralspace, der Griechischen Nationaloper, dem zyprischen Kulturministerium, dem Staatlichen Symphonieorchester Thessaloniki, der Megaron-Konzerthalle in Thessaloniki, dem Olympus-Festival sowie weiteren unabhängigen Organisationen und Festivals weltweit zusammen.  

Während ihrer Zeit als Dirigentin des Nieuw Vocaal Amsterdam (2011–2015) trat Sofia in den bedeutendsten Konzertsälen der Niederlande auf (Concertgebouw, Muziekgebouw, Niederländische Nationaloper & Ballett) und gewann zudem den Silberpreis beim internationalen Chorwettbewerb „Cantemus“ in Ungarn. Im Jahr 2013 hatte sie die Ehre, bei der Amtseinführung des niederländischen Königs Willem-Alexander aufzutreten und für die Deutsche Grammophon aufzunehmen. Im Jahr 2011 arbeitete sie als Musiklehrerin bei den „Nationale Koren“ (NL) unter der Leitung von Wilma ten Wolde und bereitete die Chöre auf große Produktionen vor, darunter Mahlers 3. und 8. Sinfonie (Konzerte mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle bzw. dem Concertgebouw-Orchester unter Mariss Jansons).
Sofia studierte Chorleitung (BA & MA) am Conservatorium van Amsterdam bei Jos Vermunt und Jos van Veldhoven und spezialisierte sich dabei auf die Verflechtung von Chorgesang, Körperbewegung und Bühnenaktion. Während ihres Masterstudiums erhielt sie Einzelunterricht bei Basilio Astulez (Bilbao, Spanien) und Andrew Nethsingha (Cambridge, Großbritannien). Außerdem hat sie einen Abschluss in Musikwissenschaft/Musikpädagogik mit Auszeichnung von der Aristoteles-Universität Thessaloniki.