Jakub Przybycień
Assistant Conductor des Boston Symphony Orchestra | 2. Förderstufe

Zweiter Preisträger der Mahler Competition 2026 (erster Preis nicht vergeben) und ab der Saison 2026/27 Assistant Conductor des Boston Symphony Orchestra. Der polnische Dirigent Jakub Przybycień hat mit seiner beeindruckenden dirigentischen Technik, seiner intensiven musikalischen Neugier und seiner außergewöhnlichen Fokussiertheit in den vergangenen Spielzeiten international große Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
In der Saison 2026/27 gibt Jakub sein Debüt am Theater Nordhausen mit Massenets „Werther“. Darüber hinaus stehen sinfonische Projekte mit den Wiener Symphonikern, der Arctic Philharmonic, der Jenaer Philharmonie, dem Polnischen Rundfunk sowie dem Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra auf dem Programm. Als neuer Assistant Conductor des Boston Symphony Orchestra assistiert er den Maestri Jakub Hrůša, Susanna Mälkki, Paavo Järvi und Andris Nelsons in einem vielseitigen und kontrastreichen Repertoire, darunter auch im Rahmen der bevorstehenden Europatournee des Boston Symphony Orchestra 2027. Während seiner Zeit in Boston arbeitet Jakub zudem mit dem dynamischen Kammerensemble „Collage New Music“ an einem besonderen Programm mit zeitgenössischen Werken.
Zu den aktuellen Höhepunkten zählen Konzerte mit dem Orquestra Simfònica de Barcelona i Nacional de Catalunya und dem Solisten Kian Soltani, woraufhin er unmittelbar wiedereingeladen wurde, sowie Projekte mit der Sinfonia Rotterdam, dem European Union Youth Orchestra in Bozen, der Deutschen Philharmonie Merck mit Beethovens 9. Sinfonie, der Arctic Philharmonic sowie den Philharmonischen Orchestern in Zielona Góra und Szczecin. Im Verlauf der Saison 2025/26 dirigierte Jakub außerdem Aufführungen von Daria Kuziaks „Hołos“ in drei verschiedenen polnischen Städten. Von 2023 bis 2025 war er als Assistant Conductor in Barcelona tätig.
Darüber hinaus arbeitete Jakub mit Orchestern und Ensembles wie dem London Symphony Orchestra, dem Bamberger Symphoniker, den Balthasar Neumann Ensembles, dem Luzerner Sinfonieorchester, dem Musikkollegium Winterthur, dem Orchestra 18c und der Camerata Salzburg zusammen.
Jakub ist zudem ein hervorragend ausgebildeter Geiger. Er studierte Violine an der Hochschule der Künste Bern bei Monika Urbaniak Lisik und war Mitglied des European Union Youth Orchestra, wo er unter anderem mit Dirigenten wie Manfred Honeck und Bernard Haitink arbeitete. Sein Dirigierstudium absolvierte er in Zürich bei Prof. Johannes Schlaefli und Christoph Mathias Mueller.
2021 wurde Jakub im Rahmen der Gstaad Conducting Academy mit dem Neeme Järvi Prize ausgezeichnet. 2025 gehörte er zu den sechs Designated Winners der Rotterdam International Conducting Competition und war im selben Jahr Finalist beim Herbert von Karajan Young Conductors Award der Salzburger Festspiele. Darüber hinaus ist er der letzte Preisträger des renommierten Ernst von Schuch Dirigentenpreises.

