Liubov Nosova

Dirigentin und Assistentin beim Akademischen Symphonieorchester Rostow

Liubov Nosova ist eine russische Dirigentin, deren internationale Karriere sie bereits zu zahlreichen führenden Orchestern in Europa und darüber hinaus geführt hat. Sie hat unter anderem mit dem Orchestre de Paris, dem Orchestre National Bordeaux Aquitaine, dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg, dem Paris Mozart Orchestra, dem Philharmonischen Orchester Marokkos, dem Orchester La Voce Strumentale in Nischni Nowgorod sowie vielen weiteren Ensembles gearbeitet.

Seit 2021 ist sie Stipendiatin des Forum Dirigieren des Deutschen Musikrats und wurde 2023 in dessen Konzertförderprogramm aufgenommen. Im Jahr 2024 erhielt sie zudem den zweiten Preis des internationalen Dirigentinnenwettbewerbs La Maestra an der Philharmonie de Paris, eine Auszeichnung, die ihre internationale Laufbahn entscheidend voranbrachte.

Liubov Nosova begann ihren musikalischen Unterricht im Alter von vier Jahren. Sie erhielt ihre Ausbildung als Pianistin und später als Organistin am Rimsky-Korsakov College und Konservatorium in Sankt Petersburg. Mit neun Jahren trat sie erstmals als Solistin mit Orchester auf, mit achtzehn Jahren dirigierte sie erstmals das Symphonieorchester des Rimsky-Korsakov-Konservatoriums.

Seit 2015 lebte sie in Italien, Frankreich und der Schweiz, wo sie studierte und konzertierte. Als Organistin gewann sie mehrere internationale Wettbewerbe in Europa. Seit 2017 widmet sie sich intensiv dem Dirigieren und absolvierte internationale Meisterkurse in Tschechien, Bulgarien und Spanien bei Rodolfo Fischer, Johannes Schlaefli, James Lowe und Vladimir Fedoseev. Bis 2019 absolvierte sie ein CAS-Programm in Orchesterleitung an der Zürcher Hochschule der Künste bei Iwan Wasilewski.

Sie studierte anschließend Master Dirigieren an der Universität der Künste Berlin bei Steven Sloane und Harry Curtis sowie am Sankt-Petersburger Konservatorium bei Alexander Titov und schloss ihr Studium 2022 in Berlin mit Auszeichnung ab. Ergänzend arbeitete sie in verschiedenen Meisterkursen und Projekten unter anderem mit dem Tonhalle-Orchester Zürich im Rahmen der Paavo Järvi Academy sowie an der Accademia Chigiana mit Luciano Acocella und Daniele Gatti.

Im Rahmen von Meisterkursen, Wettbewerben und Assistenzen dirigierte sie zahlreiche Orchester, darunter die Bochumer Symphoniker, die Berliner Symphoniker, die Neubrandenburger Philharmonie, das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt, das Orchester von Extremadura, das Orchester der Stadt Lliria, das Moskauer Staatliche Akademische Sinfonieorchester, verschiedene Orchester des Sankt Petersburger Konservatoriums, das Tonhalle-Orchester Zürich, das Orchestre de la Suisse Romande sowie das Orchestre National de France, wo sie 2022 als Assistenzdirigentin von Cristian Măcelaru tätig war.

Sie ist derzeit Dirigentin am Theater Novaya Opera in Moskau und seit 2026 Assistentin von Pierre Bleuse beim Ensemble intercontemporain in Residenz an der Philharmonie de Paris. Ihr Opernrepertoire umfasst unter anderem Eugène Onéguine, La Bohème, La Traviata, Il Trovatore und Carmen. In der Saison 2025/2026 ist sie außerdem Chefdirigentin des Démos Orchesters der Pariser Philharmonie sowie Leiterin des Projekts „Viva l’Orchestre“ mit dem Orchestre National de France.

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